Die Stadt Son La und Umgebung


Hinweis: Dieser Beitrag ist Teil unserer Serie über unsere Reisen durch Vietnam. Um mehr über unsere Erlebnisse und Tipps zu erfahren, folge den Links zu den vorherigen und nächsten Etappen unserer Reise am Ende dieses Beitrags.

Entlang der Nationalstraße 6 von Moc Chau nach Son La

Wir verlassen Moc Chau und setzen unsere Fahrt auf der Nationalstraße 6 gen Nordwesten fort. Die Konturen der Bergketten erheben sich allmählich am Horizont. Entlang der Straße wird fleißig gearbeitet, jedoch klafft hier und da noch das ein oder andere Schlagloch. Menschen sind emsig auf den Feldern tätig, während kleine malerische Siedlungen an uns vorbeiziehen.

 

An den Straßenrändern lassen sich Wasserbüffel beobachten, und an der rechten Seite der Straße machen die Schüler gerade Hofpause. Plötzlich taucht ein Stand mit frisch zubereitetem Fleisch vor uns auf, während etwas weiter hinten Frauen saftige Ananas feilbieten.

 

Die Eindrücke ziehen an uns vorüber, wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht – unaufhörlich, eine nach der anderen, in stetigem Fluss.

 

Eine wohlverdiente Rast: Entspannung entlang der Route

Der Zeitpunkt für eine dringend benötigte Pause ist gekommen. Wir suchen sorgfältig nach einem schattigen Plätzchen, manövrieren das Reisemobil geschickt dorthin und parken es.

 

Nachdem wir unsere Beine ausgestreckt haben, lassen wir den letzten Schluck unseres Frühstückskaffees in den Büschen verschwinden – die Mädchen auf der linken Seite, die Jungs auf der rechten.

 

Kurz darauf rückt unser Proviantkorb ins Zentrum des Geschehens. Die frische Ananas, die wir beim Einkaufsstopp erworben haben, entpuppt sich als wahre Köstlichkeit. Ein dampfender Instant-Kaffee haucht unseren Sinnen neues Leben ein. Nun wird auch offensichtlich, warum unser Fahrer heute Morgen kurzzeitig mit einer großen Thermoskanne in der Garküche verschwunden war.

 

Wo immer es passt, ziehen wir nach der kleinen Stärkung los, erkunden die Umgebung, und unser Fahrer gönnt sich eine Pause. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Schon der Anblick abenteuerlicher Brückenkonstruktionen lässt einige Herzen höherschlagen.

Unterwegs nach Son La

Die Reise geht weiter. Im Auto wird geplaudert, geschlafen oder beides.

 

Unser Fahrer navigiert den Kleinbus geschickt, weicht den entgegenkommenden Fahrzeugen geschmeidig aus, überquert souverän Bodenwellen und hält dabei stets Ausschau nach malerischen Motiven.

 

Während unserer Fahrt bieten sich zahlreiche Gelegenheiten für kurze Versorgungsstopps, Besichtigungen und Fotostopps. Auf diese Weise nähern wir uns kontinuierlich unserem heutigen Etappenziel: der Stadt Son La.

 

Ankunft in Son La

Auf einer sechsspurigen Straße nähern wir uns Son La, der Hauptstadt der gleichnamigen Provinz.

 

Mit jedem Kilometer, den wir der Stadt auf dieser imposanten Straße näherkommen, erwarten wir hinter der nächsten Kurve eine Skyline mit Wolkenkratzern am Horizont.

 

Die Realität ist nicht ganz so spektakulär. An beiden Seiten der Straße reihen sich Häuser, und unter den zahlreichen Bäumen finden die Wasserbüffel reichlich Platz zum Grasen.

 

Son La bietet einige Hotels und wartet mit einem Museum auf. Dieses beherbergt Ausstellungsstücke zu den in diesem Gebiet beheimateten Volksgruppen und einige archäologische Funde. Errichtet wurde das Museum auf dem Gelände des ehemaligen Gefängnisses von Son La, das 1908 von den Franzosen gebaut wurde.

 

Kulinarische Genüsse in Son La

Wenn Moc Chau ein Portal in neblige Welten war, ist Son La die Tür zur kulinarischen Vielfalt der Bergregionen. In den Straßengarküchen und Restaurants finden sich regionale Gerichte, die charakteristisch für den Nordwesten sind.

 

Eines dieser Gerichte ist zum Beispiel Bún Cá Lóc, eine Fischsuppe, zubereitet mit Tomaten, Bambus, Knoblauch, Zwiebeln und Fischsoße. Das Highlight dieser Suppe ist das in Kräutern marinierte Schlangenkopffischfilet. Dieses wird knusprig gebraten, in heißer Brühe mit Reisnudeln serviert und verleiht der Suppe ihren besonderen Geschmack.

 

Einige Empfehlungen von der Speisekarte in Son La sind:

 

  • Xôi Ngũ Sắc - fünffarbiger Klebreis
  • Nộm da trâu – Salat mit Büffelhaut
  • Sung muối – eine Beilage aus salzigen eingelegten Feigen für Suppen und Fleischgerichte
  • Cơm Lam, ein Klebreis, der in ein Bambusrohr gefüllt und über offener Glut gegart wird

 

Kaffeeanbau in Son La

Son La hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem bedeutenden Zentrum des Kaffeeanbaus in Vietnam entwickelt. Während Vietnam vor allem für seinen Robusta-Kaffee bekannt ist, hat Son La sich auch einen Namen für hochwertigen Arabica-Kaffee gemacht. Die Region bietet ideale Bedingungen für den Anbau von Arabica-Kaffee, der sowohl auf dem heimischen Markt als auch international Anerkennung gefunden hat. Besucher können Kaffeeplantagen besichtigen und mehr über den Anbau, die Ernte und die Verarbeitung von Kaffee erfahren. Initiativen zur Förderung nachhaltiger Anbaumethoden und fairer Handelspraktiken sind im Gange, um die Lebensbedingungen der Kaffeebauern zu verbessern und die Umwelt zu schützen.

 

Fazit

Die Reise von Moc Chau nach Son La ist voller faszinierender Eindrücke und kultureller Begegnungen. Die atemberaubende Landschaft und die kulinarischen Genüsse machen diese Region zu einem besonderen Erlebnis. Son La bietet nicht nur spannende Einblicke in die Geschichte und Kultur, sondern auch in die Entwicklung des Kaffeeanbaus.

 

Bleib in Kontakt

Abonniert uns, um keine Updates zu verpassen, und folgt uns auf unseren Social-Media-Kanälen für aktuelle Reiseberichte und Tipps. Habt ihr Fragen oder spezielle Wünsche, was wir in den kommenden Blogposts behandeln sollen? Hinterlasst uns einen Kommentar – wir freuen uns auf eure Anregungen! 

Möchtet ihr mehr über den Norden Vietnams und die nächsten Etappen unserer Reise erfahren?

Um sicherzustellen, dass du unsere gesamte Reise durch Vietnam verfolgen kannst, haben wir für dich Links zu den vorherigen und nächsten Etappen eingefügt. So kannst du problemlos zwischen den einzelnen Beiträgen navigieren und keine unserer spannenden Erlebnisse verpassen.

 

Über Ly & Heiko

 

Im Jahr 2007 wagten Ly und Heiko den mutigen Schritt, Deutschland hinter sich zu lassen und sich in der lebhaften Hauptstadt Vietnams, Hanoi, niederzulassen.

Heute führen sie ein aufregendes Leben, pendeln zwischen der historischen Stadt Hanoi, der sonnigen Küstenstadt Nha Trang im Süden und der dynamischen Wirtschaftsmetropole Saigon.

Stillstand ist für die beiden ein Fremdwort.

Ihr Alltag ist gefüllt mit spannenden Projekten und Herausforderungen. Als Unternehmensberater durchqueren sie das Land und ebnen den Weg für aufstrebende Gründer und etablierte Unternehmen. Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) aus dem deutschsprachigen Raum vertrauen ihnen, wenn es um einen erfolgreichen Markteinstieg in Vietnam geht.


Auch ihre Reisen durch das bezaubernde Vietnam sind intensiv und erlebnisreich. Mit ihrer Reiseberatung bieten sie genau das, wonach Abenteurer suchen: maßgeschneiderte Reisen, gewürzt mit einer Prise Abenteuer, einer Portion Herzlichkeit und persönlicher Betreuung. Das Ergebnis sind unvergessliche Erlebnisse in einem faszinierenden Land mit herzlichen Menschen.

 

Auf ihren Social-Media-Profilen, insbesondere auf Instagram, teilen sie faszinierende Einblicke in ihr Leben und ihren Alltag. Begleite Ly und Heiko auf ihrer einzigartigen Reise durch Vietnam!

Kommentar schreiben

Kommentare: 0