Vietnam ist kein Buch mit sieben Siegeln, aber es hat seine eigenen Spielregeln. Damit du deine Zeit vor Ort für das Wesentliche nutzen kannst, haben wir hier die Antworten auf die Fragen gesammelt, die uns in unseren Telefonaten häufig begegnen.
Die wichtigsten Fragen zur visafreien Einreise, zum E-Visum und zur erlaubten Aufenthaltsdauer.
Ein E-Visum ist derzeit für eine Aufenthaltsdauer von bis zu 90 Tagen gültig. Je nach Antrag kann es als einmalige oder mehrfache Einreise ausgestellt werden. Innerhalb des Fensters musst du ein- und ausreisen. Eine Verlängerung während der Reise ist nur in Ausnahmefällen möglich.
Ganz ehrlich: Lass es nicht drauf ankommen. Ein „Overstay“ kostet am Flughafen pro Tag Strafe – das Geld investierst du lieber in gutes Essen. Bei ein, zwei Tagen ist das meist nur ein Knöllchen beim Zoll, aber alles darüber hinaus bedeutet Stress und Papierkram, auf den du im Urlaub keine Lust hast.
Deutsche Staatsbürger können visumsfrei für bis zu 45 Tage einreisen. Der Reisepass muss mindestens 6 Monate gültig sein.
Seit dem 15. August 2025 dürfen Schweizer Staatsbürger für bis zu 45 Tage visumfrei einreisen (touristische Zwecke, Pass 6 Monate gültig).
Ja. Für österreichische Staatsbürger ist ein Visum erforderlich. In der Regel bietet sich das E-Visum an.
Nein. Das E-Visum wird nur bei der Einreise an einem internationalen Grenzübergang aktiviert. Da der Transfer von der Insel aufs Festland eine Inlandsreise ohne Einreisekontrolle (Immigration) ist, bleibt das Visum inaktiv. Du musst zwingend einmal ausreisen und über einen internationalen Grenzpunkt neu einreisen, damit das Visum aktiviert wird.
Das E-Visum wird vorab online beantragt (bis 90 Tage). Das frühere Visa-on-Arrival spielt für Touristen keine Rolle mehr.
Airlines können beim Check-in einen Nachweis verlangen, dass du das Land wieder verlässt. Ein Weiterreiseticket ist in der Regel ausreichend.
Ja. Die erste Hoteladresse genügt. Weitere Unterkünfte müssen nicht vorab gebucht sein.
Es ist der früheste Tag der Einreise. Du darfst danach einreisen, aber niemals davor.
Nein. Ein E-Visum kann im Land weder aktiviert noch geändert werden. Wenn du vor dem Startdatum einreist, nutzt du den Einreisestatus, der zum Zeitpunkt deiner Landung für dich möglich ist (z. B. visumfrei für DE/CH oder die Phu-Quoc-Sonderregel). Um dein E-Visum zu nutzen, musst du einmal ausreisen und zum Startdatum (oder später) über einen offiziellen Grenzübergang neu einreisen.
Ja. Spätestens an diesem Tag. Ein früheres Ausreisen ist jederzeit möglich.
Reisepass (6 Monate gültig), ggf. E-Visum und einen Rückflugnachweis (für die Airline).
Nein. Du erhältst lediglich einen Einreisestempel. Das Visum wird elektronisch geprüft.
Mit einem Nonstop-Flug ab Frankfurt oder München. Das spart im Vergleich zu Umsteigeverbindungen deutlich Zeit.
Aktuell bietet Vietnam Airlines Direktverbindungen ab Frankfurt und München nach Hanoi und Saigon an.
Nein. Reisende fliegen meist über europäische Hubs wie Frankfurt, Paris, Istanbul oder London weiter.
Ein Nonstop-Flug dauert in der Regel etwa 11 bis 12 Stunden.
Nein. Langstrecken landen in Hanoi oder Saigon. Weiter geht es bequem per Inlandsflug.
Ja, WhatsApp funktioniert ohne Einschränkungen für Telefonie und Nachrichten.
Ja. Anbieter wie Viettel oder Mobifone verkaufen eSIMs. Der Reisepass ist zur Registrierung nötig.
Zwischen 170.000 und 530.000 VND für 30 Tage, je nach Datenpaket (oft 4–10 GB pro Tag).
In jedem Kiosk oder Telefongeschäft per Aufladecode oder direkt im Shop.
Landesweit sehr gut ausgebaut (4G/5G). Navigation und Videotelefonie sind problemlos möglich.
An ATMs in allen Städten. Gebühren ca. 20k–55k VND. Limits meist 2–8 Mio. VND pro Abhebung.
Bis 15 Mio. VND oder unter 5.000 USD sind anmeldefrei. Höhere Beträge müssen deklariert werden.
Nein, das erfordert ein vietnamesisches Bankkonto. Nutze Bargeld oder Kreditkarte.
Nein. Deutsche Stecker (C und F) passen in die meisten Steckdosen (A, C, F).
In Städten stabil. Kurze Ausfälle sind möglich. Große Hotels haben oft Notstromgeneratoren.
Mit der App Grab (Auto/Moped) oder regulären Taxis wie Mai Linh oder Vinasun.
Hand aufs Herz: Lass es lieber. Der Verkehr hat seine eigenen Gesetze, und als Fremder ziehst du im Zweifelsfall meist den Kürzeren. Dazu kommt das Thema Führerschein und Versicherung – wenn was passiert, stehst du ohne das richtige „Papier“ im Regen. Ein Moped oder Auto mit Fahrer via Grab (Taxi-App) kostet kleines Geld und bringt dich sicher ans Ziel.
Inlandsflüge für lange Strecken. Zug oder privater Fahrer für kürzere Distanzen (ca. 45 km/h Schnitt).
Langsam, aber landschaftlich reizvoll. Nachtzüge privater Betreiber bieten ordentlichen Komfort.
Für maximale Flexibilität, Sicherheit und individuelle Stopps. Die entspannteste Form des Reisens.
Am bequemsten per vorab gebuchtem Transfer oder Grab. Taxis vor Ort sind oft teurer.
Ganz anders als in Europa. Mit erfahrenen Fahrern tagsüber sicher; Nachtfahrten eher vermeiden.
Ja, sehr zuverlässig. Wichtige Medikamente dennoch immer ins Handgepäck.
Ja, mit Grab, Mai Linh oder Vinasun. Probleme gibt es fast nur bei inoffiziellen Fahrzeugen.
Verkehr, enge Straßen und gelegentlich auch mal ein Wasserbüffel auf der Fahrbahn drosseln das Tempo.
Lokal hilft Berberin (rezeptfrei). Siehe unsere Tipps zu Durchfall.
In den großen Städten ist die medizinische Versorgung gut ausgebaut. Es gibt dort moderne Privatkliniken mit internationalem Standard und Fachpersonal, das Englisch spricht bzw. Dolmetscher in der erforderlichen Sprache hinzugezogen werden. Die Abläufe sind professionell und auf den Patienten ausgerichtet. Wichtig ist eine solide Reisekrankenversicherung, damit im Ernstfall alle Kosten gedeckt sind.
Ja, Apotheken sind gut sortiert. Spezialmedikamente aber unbedingt von zu Hause mitbringen.
Lokale Sprays wirken oft am besten. Mehr Infos hier.
Nein. Nur abgefülltes oder abgekochtes Wasser nutzen.
In Restaurants meist industriell und sicher. Vorsicht nur bei Crushed Ice an Garküchen.
Grundsätzlich sehr sicher und frisch. Orte mit viel Betrieb bevorzugen.
Hotels/Restaurants sauber. Garküchen einfacher, aber oft sehr frische Zutaten.
Papier gehört meist in den Eimer daneben, nicht in die Schüssel (Verstopfungsgefahr).
Kommt vor. Konsequenter Mückenschutz (Spray, lange Kleidung abends) reicht meist aus.
Freundlich aber bestimmt „No, thank you“ sagen und weitergehen.
Gehört dazu (Hupen, Märkte). Für Empfindliche sind Ohrstöpsel nachts sinnvoll.
Meist ruhig. Nicht füttern oder streicheln, einfach ignorieren.
Keine Pflicht, aber ca. 5–10% in Restaurants oder kleine Beträge für Fahrer sind üblich.
Kaffee 1–2€, Essen 3–8€, Taxi kurz 2–3€. Importprodukte (Wein) sind teurer.
Ruhiger Ton, Lächeln und Gelassenheit bringen dich in Vietnam überall weiter.
Schultern und Knie bedecken. Hüte abnehmen, Schuhe oft am Eingang ausziehen.
Vietnam kann laut, wuselig und manchmal anstrengend sein. Wenn der Kulturschock dich ueberkommt: Suche dir ein ruhiges Café, bestell dir einen frischen Saft und schau dem Treiben aus sicherer Entfernung zu. Nimm den Druck raus, alles sofort sehen und verstehen zu müssen. Nach dieser Pause sieht die Welt meistens schon ganz anders aus.
Norden subtropisch (kühl im Winter), Süden tropisch (immer warm). Zentralvietnam hat eigene Zyklen.
Süden Mai–Okt. Zentrum Okt–Dez. Norden oft feucht im Sommer.
Vor allem Zentralvietnam im Spätsommer/Herbst. Mehr Details hier.
In Hanoi im Winter teils Smog. Küstenstädte und der Süden haben meist deutlich bessere Luft.
Viel trinken, Pausen mittags, leichte Kleidung und Aktivitäten in die frühen Morgenstunden legen.
Meist Feb–April. Wunderschöne weiße Felder, aber zeitlich schwer exakt planbar.
Hauptzeit Okt–Dez. Manchmal bis in den Januar hinein.
Norden: Ernte Sept/Okt. Goldgelbe Felder im Aug/Sept. Im Süden gibt es bis zu 3 Ernten pro Jahr.
Leicht, atmungsaktiv, UV-Schutz an Stränden. Funktionsstoffe trocknen am schnellsten.
Für Nordvietnam im Winter (Hanoi/Sapa) oder stark klimatisierte Busse/Flieger nötig.
Leichte Laufschuhe und Sandalen. Flip-Flops nur für Hotel/Strand.
Leichte Regenjacke oder kleiner Schirm für die Stadt.
Smartphone, Powerbank und Kamera reichen meist. Weniger ist mehr beim Gepäckgewicht.
Tarnmuster oder zu freizügige Outfits. Dezent und bequem ist ideal.
Dicke Jeans, Handtücher, Föhns. Hotels bieten fast alles an.
Vietnamesisches Neujahr. Wichtigster Feiertag. Mehr Infos hier.
In dieser Zeit steht das Land ein Stück weit still, während gleichzeitig eine Reisewelle stattfindet. Flüge, Züge und Busse sind oft monatevorher ausgebucht, die Preise steigen und viele Geschäfte, Märkte sowie Restaurants schließen für mehrere Tage. Dafür man eine besondere, feierliche Atmosphäre und tolle kulturelle Einrücke.
Das nächste Tet-Fest fällt auf den 6. Februar 2027. Auswirkungen beginnen ca. drei Wochen davor.
30. April, 1. Mai und 2. September. Inlandsreisen boomen dann bei Vietnamesen.
Ja, besonders im Süden und Zentralvietnam. Gute Mischung aus Infrastruktur und niedrigen Kosten.
Vung Tau, Da Nang oder Nha Trang bieten gute medizinische Versorgung und Strandnähe.
Erstmal Hotel für 2 Wochen buchen, dann vor Ort Serviced Apartments besichtigen.
Private Kliniken sind top, erfordern aber oft Vorkasse. Spezielle Langzeitversicherung nötig.
Wir planen keine Katalog-Reisen. Du bekommst eine ehrliche Einschätzung deiner Pläne und konkrete Routenvorschläge direkt von uns hier vor Ort. Wir schauen uns an, was du vorhast, und sagen dir offen, was davon Sinn ergibt und wo du eventuell nachbessern solltest.
Für die Ausarbeitung deines persönlichen Fahrplans berechnen wir eine Schutzgebühr von 9,99 €. Dieser Beitrag fließt zu 100 % in soziale Projekte hier in Vietnam. Wir verdienen an der Planung selbst nichts – uns geht es darum, dass dein Vorhaben eine solide Basis hat und wir unsere Zeit den Reisenden widmen können, die wirklich loslegen wollen.
Wir sind keine Reisevermittler. Wir verkaufen keine Last-Minute-Schnäppchen, organisieren keine Reisegruppen und kassieren keine versteckten Provisionen bei Hotels oder Shops. Wir sind Berater für Individualreisende, die Wert auf eine unabhängige und ehrliche Meinung legen.
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