Von Hanoi nach Moc Chau: Unsere Reise in den Norden beginnt

Früh am Morgen

Die Uhr zeigt 5:27 Uhr morgens. Alles ist vorbereitet, der Fahrer ist startklar, unser Auto ist einsatzbereit. An Bord haben wir Trinkwasser, einen Proviantkorb, ein solides Abschleppseil, die obligatorische Reise-Apotheke und Gastgeschenke. Das Gepäck ist sicher verstaut, und die Mitreisenden machen es sich bequem. So beginnt unsere Reise durch den Norden Vietnams.

 

Abfahrt aus Hanoi

Wir verlassen Hanoi und nehmen Kurs Richtung Nordwesten. Während der Fahrt durch die Stadt wird deutlich, dass die Altstadt nur ein winziger Teil dieser Millionenmetropole ist. Es dauert mehrere Stunden, bis wir die Hauptstadt und ihre Vororte endgültig hinter uns lassen.

 

Durch die Provinz Hoa Binh

Die Straße wird kurviger, die Steigung beginnt. Wir fahren durch die Provinz Hoa Binh. Die ersten Felder kommen in Sicht, begleitet von Wasserbüffeln, die auf und neben der Straße unterwegs sind. Wir haben Hanoi hinter uns gelassen und sind auf dem Land.

 

Kulinarische Entdeckungen unterwegs

Hunger! Dieses Wort weckt die Reisegesellschaft aus ihrem Dämmerzustand. An einer Straßenküche machen wir Halt. Hier gibt es Bun und Pho (Reisnudeln) mit Vit (Ente). Die Abstimmung und Suche nach dem passenden Ort für eine Rast beginnt. Ein Blick auf die Häuser und Werbeplakate zeigt: Es wird anders. Dort gibt es Pho, hier gibt es Bun, da kommt ein Laden mit Mien. Die Entscheidung für Rind, Huhn oder vielleicht doch Ente zum Frühstück? Eine Tour durch Vietnam ist auch eine kulinarische Entdeckungsreise, denn viele Orte haben ihre eigenen regionalen Spezialitäten.

 

Oftmals werden wir gefragt, nach welchen Kriterien wir den besten Ort für eine Rast auswählen. Tipps wie „Gehe dorthin, wo viele Einheimische essen.“ verlieren auf dem Land an Bedeutung. Unsere Antwort lautet: "... mit Bauchgefühl & Erfahrung."

 

Fahrt durch die Berglandschaft

Nach dem Frühstück setzen wir unsere Fahrt fort, wenn auch nur für eine kurze Zeit. Wir halten Ausschau nach einem gemütlichen Café, machen eine Pause und setzen unsere Fahrt in nordwestlicher Richtung fort. Der Anstieg in die Berge wird nun spürbar, begleitet von einem leichten Knacken in den Ohren. Die anfänglichen Kurven verwandeln sich in solide Serpentinen, und enge Kehren lassen den Puls ansteigen. Auf der Nationalstraße 6 arbeiten wir uns bis auf gut 1000 Höhenmeter hoch und erreichen die Stadt Moc Chau. Wir lassen das beworbene Mai Chau links liegen, es ist mehr dem internationalen Tourismus vorbehalten.

 

Landschaftliche Abstecher

An der Nationalstraße bieten sich ab und an Möglichkeiten, die Hauptstraße in Richtung der laotischen Grenze zu verlassen. Die Landschaft in dieser Gegend ist beeindruckend. Aufeinanderfolgende Täler bieten großartige Fotomotive und Orte, um Pausen einzulegen. Hier muss allerdings genügend Reisezeit eingeplant werden, da schnelle Wetterwechsel mit Regen, aufkommendem Nebel oder Aufräumarbeiten nach Geröll-Abgängen uns auf anderen Reisen schon den Rückwärtsgang einlegen ließen.

 

Ankunft in Moc Chau

Die Hochebene um die Stadt Moc Chau, die auf ca. 950 m über dem Meeresspiegel liegt, ist ein traditionelles Anbaugebiet für Tee in Vietnam. Der Teeanbau begann im 19. Jahrhundert, während der Kolonialzeit. Um 1850 herum wurden die ersten Teepflanzen in Moc Chau angepflanzt, und es begann die Entwicklung von Teegärten und Plantagen. Die immergrünen Teepflanzen wachsen in geordneten Reihen und Teegärten. Die Bedingungen sind hier ideal mit guten klimatischen Verhältnissen und fruchtbaren Böden. Auf Wanderwegen kann man hin und wieder sehr alte, bonsaiähnlich geformte Teebäume mit Teefrüchten daran sehen.

 

Nebel und Fotografie

Neben Tee und Blumengärten hat die Region noch eine weitere Besonderheit zu bieten: Nebel. Häufig ziehen in den Morgen- und Abendstunden Nebelschwaden über die Landschaft, und im diffusen Licht verstecken sich Motive. Ein Traum für die Fantasie und eine Herausforderung für Fotograf und Fotoapparat.

 

Kulinarische Höhepunkte in Moc Chau

Moc Chau überrascht kulinarisch mit regionalen Spezialitäten, die rustikal und schmackhaft zubereitet werden. Neben Gerichten mit Flussfisch oder Kalbfleisch ist gut zubereitetes Wildschweinfleisch hier eine Delikatesse.

 

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Weiterlesen:

Möchtet ihr mehr über den Norden Vietnams und die nächsten Etappen unserer Reise erfahren? Hier sind unsere Erlebnisse im nächsten Blogpost:

Über Ly & Heiko

 

Im Jahr 2007 wagten Ly und Heiko den mutigen Schritt, Deutschland hinter sich zu lassen und sich in der lebhaften Hauptstadt Vietnams, Hanoi, niederzulassen.

 

Heute führen sie ein aufregendes Leben, pendeln zwischen der historischen Stadt Hanoi, der sonnigen Küstenstadt Nha Trang im Süden und der dynamischen Wirtschaftsmetropole Saigon.

Stillstand ist für die beiden ein Fremdwort.

Ihr Alltag ist gefüllt mit spannenden Projekten und Herausforderungen. Als Unternehmensberater durchqueren sie das Land und ebnen den Weg für aufstrebende Gründer und etablierte Unternehmen. Klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) aus dem deutschsprachigen Raum vertrauen ihnen, wenn es um einen erfolgreichen Markteinstieg in Vietnam geht.


Auch ihre Reisen durch das bezaubernde Vietnam sind intensiv und erlebnisreich. Mit ihrer Reiseberatung bieten sie genau das, wonach Abenteurer suchen: maßgeschneiderte Reisen, gewürzt mit einer Prise Abenteuer, einer Portion Herzlichkeit und persönlicher Betreuung. Das Ergebnis sind unvergessliche Erlebnisse in einem faszinierenden Land mit herzlichen Menschen.

 

Auf ihren Social-Media-Profilen, insbesondere auf Instagram, teilen sie faszinierende Einblicke in ihr Leben und ihren Alltag. Begleite Ly und Heiko auf ihrer einzigartigen Reise durch Vietnam!

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